Reifentest Mitas C-19 gelb

Test des Mitas C19 Reifen mit der Yamaha Ténéré 700

Für die etwas gröberen Offroad-Strecken geht nichts über einen Stollenreifen. Zum testen was für Reichweiten und wie sich die Ténéré mit solch einem Reifen fährt habe ich den Mitas montiert in den Dimensionen 90/100-21″

Schön sieht er aus, er verleiht dem Bike ein schönes Bild das perfekt zum Bike harmoniert. Nach ein paar Kilometer auf der Strasse, vor allem im trockenen, ganz entspannt, merkt man das die Ténéré etwas unruhiger wird. (Felge wurde nicht ausgewuchtet)

Rollen / Geräusche

Die Stollen übertragen etwas unruhe im Geradeauslauf, es hält sich aber wirklich im Rahmen. Bei der Geräuschkulisse jedoch ist der Reifen einiges lauter. Auch wenn kein Hummen oder anderes störendes Geräusch vorhanden ist, hört man die Stollen. Auf der Autobahn waren 120 (GPS)Km/h drin, aber es fehlte an Spurstabilität. Crousing war ideal bei 110 Tacho Km/h.

Kurvenverhalten

In den Kurven war es anfangs schwer schnellere enge Kurven zu fahren; das Verhalten des Motorades war: “ich will aufrecht fahren”. Dieses Verhalten hat sich mit der Zeit etwas gelegt und der Reifen erlaubte doch einiges an Schräglage (auch wenn ich nie ans Limit gegangen bin) Für eine schöne Passstrasse, egal wie eng die Kurven sind, passt der Reifen je länger je besser. Im Nassen habe ich erst richtig in Italien Kurven fahren können.. und da hat mich der Mitas sehr überrascht.. positiv.

Bremsverhalten

Das Bremsen war Anfangs eine Herausforderung. Gefühlt musste man etwa 20-30% mehr Bremskraft aufbringen für die gleiche Bremsung.. Trotz schlechtere Bremsleistung war auf allen Fahrten / Reisen die Leistung aber immer genügend. Je mehr der Reifen abgenutzt wurde umso besser wurde das Bremsverhalten, Bremsleistung und Kurvenbremsverhalten.

Wie viele Kilometer?

Der Reifen wurde montiert mit 5826 Km. Danach ein paar Hundert Kilometer einfahren, ruhig und absolut ohne Druck. Erst bei der Reise an den Gardasee mit dem Ténéré Owners Club wurden die Reifen schon ziemlich gefordert.. Nach Zählerstand 8376 km und 2550Km sahen die Reifen so aus:

Fazit:

Der Mitas ist ein Stollen Off-Road Reifen mit FIM Kennung und Strassenzulassung. Für den Einsatz wie ich ihn benutzt habe (auch wenn ein wenig Off-Road /Schotter dabei war) natürlich nicht dafür entwickelt. Die Resultate sind aber erstaunlich, viel besser wie ich erwartet habe, vor allem das Kurvenverhalten nach dem Einfahren, Nässeverhalten in allen Lagen für einen Stollenreifen sehr gut. Für lange Strassen, Pässe und nur Asphalt nicht gedacht, aber er kann es, und das auch noch gut. (Verhalten ist klar anders und man darf nicht denken er kann wie der Originalreifen gefahren werden) Wer also einen echten 50/50 Reifen will (auch wenn er eigntlich 100% Off-Road ist) kann sich den Mitas montieren, denn wenn es dann ins Gelände geht, und dann noch vielleicht nass/matschig ist, werden alle nicht so guten Punkte total vergessen! OK, 2550 Km sind wenig, aber diese Zahl hätte einiges höher werden können wenn die Pässe und Serpentinen nicht “sportlich” gefahren worden wären. Ich erlaube mir zu glauben das etwa 4500-5000 Km im “Reisemodus” realisierbar sind.

Persönliche Notiz:

  • Schade das der Reifen eine Rotationsvorgabe hat, sonst hätte man den Reifen drehen können und nochmals etwa 2-3000 Km fahren.. Liebe Mitas, solltet Ihr diesen Bericht lesen.. das wäre wirklich schön!
  • Daumen Hoch! Ich werde noch andere Modelle ausprobieren..

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Ich habe für meine Yamaha Ténéré 700 die hinteren Fussrasten demontiert, einerseits wegen dem Gewicht und anderseits weil ich immer Solo fahre. Ich denke das es auch anderen so geht. Die Überlegung war an den Fussrastenbefestigung jedoch eine Art Ösenhalterung anzubringen um Soft Gepäck anbringen zu können.. hier ist meine Lösung:

Die Halterung erlaubt es Gepäck zu verzurren. Diese relativ einfache Halterung habe ich in Handarbeit gemacht (letztes Bild noch ohne Lackierung) und dachte das es vielleicht andere ebenfalls interessiert. Deshalb habe ich ein paar mehr gemacht..

In der Wahl (meine Wahl viel auf Alu) habe ich verschiedene Grundmaterialien verwendet und getestet. Rostfreier Stahl und Alu. Gie Gewichte unterscheiden sich kaum.. von 20 Gr. auf 41 (+- 1 Gr.). Das lässt sich sehen!

Die Version in Alu ca. 20 Gr. mit den Unterlagsscheiben in Rostfreiem Stahl
Die Version in Stahl ca. 41 Gr. mit den Unterlagsscheiben in Rostfreiem Stahl

Da ich ein paar mehr gemacht habe im Rahmen von Tests, können nun die Verzurrösen bei mir bestellt werden. Wer Interesse hat kann sich gerne per Kontaktformular melden. Zahlungsmöglich per TWINT, Paypal oder Banküberweisung. Die Preise sind inkl. Versand!

Version Alu: 35.-

Version rostfreiem Stahl: 40.-

ich möchte noch sagen, die Teile wurden per Handarbeit hergestellt, es gibt also ein wenig Tolleranzen und Ungenauigkeiten.. werde aber bei Insteresse von Interessenten (je nach Anzahl) diese Herstellen lassen aus Premium Material mit obersten Qualitätsansprüchen.. in rostfreiem Stahl und in Flugzeug- Aluminium. Die Preise werden sich wahrscheinlich halten, egal ob per Hand hergestellt oder Qualitäts- Massenware.. Ich würde bei Bedarf in Vietnam oder Taiwan herstellen lassen. (Keine China Ware)

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Flaschenhalterung für Yamaha Ténéré 700

Ich bin in den letzten Zeit ein paar kleine Touren gefahren. Um nicht in Geschäfte gehen zu müssen, und um Kontakt zu anderen zu meiden wegen dem COVID-19, habe ich mich entschlossen eine Halterung anzubringen um einerseits Kaffee und oder Wasser mitnehmen zu können. Auf längeren Reisen ist dies eventuell auch praktisch um etwas Reserve dabei zu haben. Im Rucksack ist dies immer unpraktisch.

Daher die Idee einen Flaschenhalter an der Ténéré 700 direkt anzubringen..

Ich habe nun diese Einrichtung bei ein paar Fahrten zur Arbeit und zurück getestet .. da ich halt nur manchmal HomeOffice mache.. Die Einrichtung hält gut, vibriert nicht und ist mit einer Zusatzsicherung versehen.

Es werden nun einige andere Halterungen getestet um Flaschen wie die 360° Thermos und normale Bidons oder Sportflaschen anbringen zu können. (Um mehrere Grössen abdecken zu können)

Bitte meldet Euch wenn Ihr an solch einer Idee interessiert sind! Wenn es Anfragen hat werde ich einen fertigen Kit ausarbeiten in hoher Qualität und diesen hier dann anbieten !

SA 2. Mai:

Ich habe nun ein ein anderen Flaschenhater gefunden von Zefal der nur 26 Gr. wiegt und mit Glasfaser hergestellt wird. Nach der Montage sieht es nun so aus.. inkl. Sicherung durch einen ROK Strap! Die Sicherung braucht es eigentlich nicht da es auch mit 700ml Wasser / Kaffee auf der Strasse gut gehalten hat. Für die Off Road Touren weiss ich es aber noch nicht.. Hoffentlich kann ich bald einen Test im Gelände machen um zu schauen ob es auch im Gelände hält..

Dank der Gummierung, die in der mitte zwischen den 2 Armen eine flexible Verbindung aufbaut, hält die Halterung Bombenfest und rutscht nicht.

Von hinten
Rechte Seite
Zefal Flaschenhalter mit 2 Schrauben und Sicherung

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Erste Off Road Erfahrungen

Samstag 12. Oktober war es an der Zeit die erste Off Road Erfahrungen mit der Yamaha Ténéré 700 zu sammeln. Ich fuhr nach Aislingen (DE) zu Uwe Theilacker im Kieswerk. Nach kurzer Erklärung wie der Tag abläuft und Einteilungen in die Gruppen ging es schon los..

Im Gelände ist der Original Reifen von Pirelli (Rally STR) nicht wirklich geeignet. Für Schotter und sehr leichtes Gelände schon, das war aber hier nicht das Ziel. Daher habe ich neue Reifen von Bridgestone (Battlax AX41) montiert um diese auch gleich mal zu testen.. und

mal einen ganzen Tag im Gelände herum zu fahren.. Enge nasse und steinige Passagen, Erde, Kies, Gras und und und..

Bridgestone Battlax AX41 Adventurecross

Aber kurz zum Bridgestone Battlax AX41. Ich habe diesen am Vortag montiert und fuhr von Zürich nach Aislingen.

Die Reifen haben ein besonderes Profil, das scheinbar extra für Motorräder in der Gewichts- Mittelklasse entwickelt wurde. Es soll Traktion bieten in allen Bereichen und als besondere Eigenschaft sich gleichmässig abnutzen.

In Bewegung bei kleinen Geschwindigkeiten hat es ebenfalls eine besondere Eigenschaft; das Vorderrad will, sobald man nicht ganz gerade fahrt; von selber in die Kurve neigen.. Fährt man leicht eine Seite an so neigt sich das Motorrad in die Richtung bis zu einem Punkt. Wird das Motorrad mehr geneigt, so bleibt es danach stabil. Aber als erstes wird man überrascht! Auf der Strasse sehr gewöhnungsbedürftig, im Gelände aber eine sehr gute Eigenschaft und Führung.. (Als würde es mehr Grip aufbauen)

Auf der Strasse hat sich das Profil als angenehm erwiesen. Das Rollen der Stollen ist kaum bemerkbar. Da die Reifen noch ganz neu waren habe ich nicht wirklich gepuscht, kann aber im generellen sagen das die Eigenschaften im trockenen gut waren.

Einziges Wermutströpfchen; die Reifen haben ein leichtes Brummen aufgebaut zwischen 62 und ca. 70 Km/h.

Weitere Infos folgen sobald ich diesen Reifen etwas länger gefahren bin.

Die Yamaha im Gelände

An der Demo Tour konnte man ja schon etwas Schotter fahren, und da war ich ja schon begeistert.

Mit den neuen Reifen hatte ich jetzt erst richtig Spass.. Mit dem Grip und Führung auf losem Untergrund geht richtig die Post ab! Die Yamaha ist super ausbalanciert, mit den 3 Kg weniger durch die von mir gemachten kleinen Änderungen ist sie bei niedrigem so wie bei sehr erhöhten Geschwindigkeiten Spurtreu, balanciert und viel schneller wie die Instruktoren gedacht haben :o)

Auf- und Abfahrten waren mit dem abschaltbaren ABS ohne Probleme zu fahren. (Auch steilere Passagen) Sie bleibt sehr ruhig und gibt einem das Vertrauen alles fahren zu können.. und ich konnte auch alles fahren bis auf die Motocross Strecke die noch immer so Nass war das gleich in der 2ten Kurve die Yamaha aus der Kurve in 90° verliess (Quer). Das Profil der Vorderreifens ist dann doch an seine Grenzen gestossen und war nur noch voll mit Schlamm.. fahren wie auf Eis :o)

Nichts desto Trotz, ich kann ich die Yamaha für Off-Road fahren wirklich empfehlen. Sie fühlt sich nicht wirklich schwer an. OK, klar, sie ist schwerer wie eine kleine Hardenduro, aber sie fährt sich wirklich nicht wie eine 201 Kg. schwere Maschine.. es fühlt sich eher an wie 150.

Danke an Uwe Theilacker und Team das ich noch so kurzfristig einen Platz bekommen habe und für die super Betreung und Verpflegung!

Ténéré Testtag

Neue Don’t Likes..

Yamaha wirbt mit den Off-Road Eigenschaften der neuen Yamaha Ténéré als wäre sie die beste aller Zeiten… nun ja, da bin ich in einigen Hinsichten nicht ganz einig.. oder eher überhaupt nicht einig..

Yamaha wirbt mit den Off-Road Eigenschaften der neuen Yamaha Ténéré als wäre sie die beste aller Zeiten… nun ja, da bin ich in einigen Hinsichten nicht ganz einig.. oder eher überhaupt nicht einig.

Eine Off-Road fähige Maschine muss einerseits Off-Road Pisten meistern, aber auch auf Off-Road Fahrerspezifische Anpassungsmöglichkeiten eingehen können, daher, Universal genormte Produkte und Eigenschaften haben. (Siehe zum Beispiel die KTM’s)

Heute war ich in der Werkstatt und wollte die neuen Griffgumms wechseln. Die Originalen sind viel zu hart und viel zu wenig griffig. Bei der Demontage ist aufgefallen dass Standard Griffgummis nicht passen, der Lenker ist 78cm Breit eher wie Standard 80-82cm, der Lenker ist mit einem Loch versehen dass die Gasgriffhülse an Ort und Stelle hält, die Halterung aber nur ein Plasticknoppel hat (Danke für die Stabilität..) und die Montage der Gewichte am Lenker eigentlich für die Füchse sind.. (30 Km Testfahrt ohne die Gewichte waren angenehmer als mit)

Sind wir mal ehrlich, echte Off-Roader bauen ihre Motorräder so gut wie immer etwas um, um das Bike an Ihre Präferenzen, Riding Style und Ergonomie anzupassen. Yamaha hat es fertig gebracht Produkte zu verbauen die NICHT mit Standard Produkten aus dem Racing Bereich gewechselt resp. ausgetauscht  werden können. Da frag ich mich ehrlich, ist je einer der Entwicklungsingenieure überhaupt schon mal Off-Road gefahren, geschweige denn irgendwelche langjährige Erfahrung??  (Jesus fucking Christ.. was soll das...) OK, OK, ich muss diese Aussage heute (04.01.2020) etwas korrigieren.. Es scheint das die Griffe die gleiche breite haben wie die Rally Griffe von Pro-Grip.. und es hat auf dem Markt doch unterschiede, auch im Racing Bereich. (Man muss sich halt manchmal selber belehren:o)

GasGriff Vergleich MT-07 mit Ténéré 700
GasGriff Vergleich MT-07 mit Ténéré 700

Ein Standard Griffgummi hat etwa 12cm, aber die Ténéré hat 13,2-13,5cm.. die Bilder zeigen es klar.. (Siehe weiter oben meine Korrektur der Aussage..)

So sieht es aus wenn ein Standard Gasgriff montiert wird..

Loch im Lenker.. wie ich das hasse…
Befestigung des Gasgriffes mit Plastick Noppel… Aber wenigstens einfach wegzufeilen..

Ich habe das Gefühl dass Yamaha eine Art von Show Bike hergestellt hat. Die horenden Preise für zum Beispiel den Rallysitz von 440.- SFr. ist absolut nicht zu glauben, anderes Beispiel; Die Kettenführung für über 200 SFr. hat noch nicht mal ersetzbare Klötze und ist einfach aus Plastick..

Seien wir jetzt mal ehrlich.. wenn KTM diese Seite liest, werden sie sich ins fäustchen lachen.. und ich bin absolut entsetzt. Alles auf das Niveau einer KTM zu setzen kostet mich wahrscheinlich am Ende so viel wie als hätte ich eine KTM 790 Adventure R gekauft..

Yamaha, ich hoffe ihr lest diesen Beitrag.. da ist Verbesserungsbedarf..

Nun ja, das ist noch nicht alles. leider.. ich habe zum Beispiel auch bemerkt (Leider noch kein Foto) dass der Wechsel des Ritzels wahrscheinlich auch nicht ohne Demontage des Getriege-Gestänge geht..

Last but not least… Der Luftfilter… ein Off-Roader der in der Wüste fährt, und das weiss wirklich jeder Off-Roader, muss sein Luftfilter mindestens alle 2 Tage wechseln (Wenn nicht täglich).. es müssen insgesammt… 7 Schrauben entfernt werden um diesen zu tauschen… Viel Spass wenn mal eine in dem Wüstensand verloren geht…

LED Blinker für Yamaha Ténéré 700

Die original Blinker der neuen Yamaha Ténéré sind einfache und günstige aus Gummi gefertigte standard Blinker. Leider sind die LED Blinker optional, und kosten ein heiden Geld.. Für ein so preiswertes Motorrad..

Die  original Blinker der neuen Yamaha Ténéré sind einfache und günstige, aus Gummi gefertigte standard Blinker. Leider sind die LED Blinker optional, und kosten ein heiden Geld.. Für ein so preiswertes Motorrad über 230.- Franken für 4 Yamaha LED Blinker zu kaufen (ohne installation) habe ich mich entschieden andere anzubauen. Die Original Blinker sind in meinen Augen auch zu gross.

Warum neue LED Blinker:

Die Standard Blinker sind normale Blinker mit einer 5 Watt Birne die schnell kaputt gehen. LED Blinker haben den Vorteil ewig zu laufen.. und sie sind auch kleiner.. was bei einem Sturz, je nach dem, von Vorteil ist da sie dann eventuell nicht kaputt gehen. (Formsache und sie stehen je nach Modell weniger raus)

In kürze mein Entscheid was ich einbaue und was die Kosten, der Installationsaufwand sowie was Gewichtsunterschiede sind..

Erste Anpassungen an der Yamaha Ténéré 700

Neue Don’t Likes..

Schalthebel Yamaha Ténéré

Schalthebel Yamaha Ténéré

Mein Umbau der Ténéré 700

Heute war ich bei meiner Werkstatt und habe etwas geplaudert. Im Rahmen von Anpassungen welche ich machen möchte ist das Thema Fuss- Schalthebel der Yamaha Ténéré  700 aufgekommen. Auf meiner Reise in Deutschland ist mir aufgefallen das der Ganghebel nicht sehr stark eingestellt werden kann, nun nach mehreren Tests habe ich die Lösung gefunden..

Durch versetzen des Habelhalters am Schaltarm hat die letzte Anpassung das gewünschte Resultat gebracht.. auch wenn die 90 Grad Winkel zwischen Schaltarm und Gestänge nicht ganz eingehalten werden..

Einstellungen und Winkel der Gangfusshebel

Original Stellung des Ganghebel Armes
Winkel des Gang Hebel armes nach der Anpassung

Weite technische links:

Erste Anpassungen an der Yamaha Ténéré 700

Erste Modifikationen der neuen Yamaha Ténéré 700 und schon etwa 3 Kg Gewicht verloren

Heute habe ich mich, wegen des schlechten Wetters, entschieden ein paar kleine Anpassungen zu machen die auf meiner der Liste standen.. Batterie wechsel, Optimate Kabelzug für die Batterie im Winter zu laden, demontage der hinteren Fussrasten und Heck demontage zum schauen wie ich das Gepäcksystems in einigen Wochen anbringen soll.. (wird später genauer beschrieben)

Batterie:

Ersetzen der Original Batterie durch die Shido Lithium LiFepo4 = – 2,309 Kg.

SHIDO BATTERIE LITHIUM (LTZ10S) YTZ10S
Gibts bei uns für 169.- anstatt 189.-
Anbringen des Anschlusses für die Batterie des Optimate Ladegerätes

Demontage der hinteren Fussrasten: insgesammt – 0.926 Kg.

Ein minus von 3.235 Kg vom Originalgewicht.. = 200.76 Kg..

Entfernen des Original Werkzeuges: -240 Gr. = 200.48 Kg !

Die ersten paar Meter mit den Anpassungen sind meines Achtens Bemerkenswert. Mit nur etwas über 3 Kg. weniger sind diese bei kleiner Geschwindigkeit bemerkbar.. Weitere Infos nach weiteren Fahrtests und ein paar Tagen im täglichen Gebrauch!

Weitere Anpassungen

Erste Tour & Feedbacks

2300 Km mit der Yamaha Ténéré

Die erste kleinere Tour mit der Yamaha Ténéré 700 ist nun nach dem Einfahren über mehrere Schweizer Pässe hinter mir. Nun ist es Zeit an der ersten Bilanz; Likes – dont likes !

Die erste Tour hat mich durch Deutschland geführt, Zürich – Berlin – Düsseldorf und zurück. Diese Tour war vor allem um das Bike etwas näher kennen zu lernen, einstellen und testen. Nach Berlin, und von Berlin nach Düsseldorf war alles etwa 50/50 Landstrasse – Autobahn oder Schnellstrasse. Ich bin extra beide Varianten gefahren um einen Einbdruck in alle Bereiche ausser Off-Road zu bekommen. Dieser Teil steht hoffentlich in den nächsten Wochen an. Also hier meine Eindrücke … welche die von der Testfahrt ergänzen..

Los gings am Freitag 29. August mit 1035 Km auf dem Tacho..

Das Motorrad gepackt mit einer Zwischenlösung bis ich gefunden habe was ich brauche, mit einfachen Gepäckrollen und Tankrucksack..

Von Zürich Richtung Berlin bin ich über Landstrassen gefahren bis ca. 15h, eine etwa 300 Km lange Route, dann war ich irgendwo nach Schwäbisch Hall angekommen. Kurze Suche nach einem Camping und schon war langsam Feierabend. Am nächsten Tag bin ich erst um 09h30 aufgebrochen da ich einen anderen Motorradfahrer getroffen habe im Camping der sich die neue Ténéré ebenfalls kaufen möchte und noch nie eine von der Nähe gesehen hat.. also wurde etwas geplaudert und Kaffe getrunken.. folglich meine etwas verspätete abreise. Da ich nun mein Ziel, eigentlich in Berlin (Nähe Potsdam) heute nicht mehr über rein Landstrasse erreichen konnte, habe ich mich um etwa um 12-13h entschieden mal die Autobahn zu nehmen.. und bin effektiv um 19h dort eingetroffen.. Eine gute nacht Schlaf und ein paar Tage mit meinem Vater verbracht.

Aufgefallen ist mir auf den 2 Tagen Fahrt mit insgesammt etwa 880 km ein paar störende Faktoren:

  • Der Griffgummi ist wirklich zu hart. Er überträgt die Strassenvibrationen zu direkt
  • Die Tankanzeige ist ziemlich daneben (mehr dazu später)
  • Tachoanzeige ist genau 10% überhöht
  • Mir fehlt eine Befestigungsmöglichkeit für Seitentaschen vorne
  • Die Windkullisse auf der Autobahn ist sehr hoch (Mehr dazu auch etwas später)

Nach ein paar Tagen in Berlin ging es weiter nach Düsseldorf.. erst 3 Stunden Landstrasse, welche so öde waren wegen den riesegen Schnellstrassen, durch welche mich mein Navi führte, habe ich dann der Rest auch noch mit der Autobahn gemacht.. und bin schon um 18h dort eingetroffen. Ich habe mich dafür entschieden auch um nähere Angaben in Bezug auf Benzinkonsum zu erhalten.. und mal schauen wie sich die neue Ténéré in Sachen Geschwindigkeit verhält:

  • Meine erreichte Höchstgeschwindigkeit, mit Taschen von 105 Litern und mit vorne dem 6 Liter Tankrucksack, lag bei 160 Km/h GPS Speed. Es wäre mehr möglich gewesen, aber mit Wind und Gepäck, Verkehr und co habe ich dort abgebrochen. Das ist aber schon mal nicht schlecht :o)
  • Benzinkonsum: Bei Stau: 6 Liter gem. Anzeige / Landstrasse: 3.5-3.9 Liter gem. effektiver Abrechnung und Autobahn: 4,2-4,8 Liter je nach Geschwindigkeit.

Nach Besuch der Caravan am Folgetag habe ich mich entschieden wieder nach Hause zu fahren. Erneut ein mix aus erst Landstrasse von etwa 8-13h, danach der Rest mit Autobahn.. Ankunft Zürich um 19h mit einer Totalanzeige von 3336 km..

Likes & don’t Likes

Likes

  • Sehr schön zum längere Distanzen fahren, da der Motor sehr vibrationsarm ist (Ausser untertourig)
  • Spurstabil auch bei hohen Geschwindigkeiten
  • Kurvenfressser Maschine hoch 3 :o)
  • Extra Kilometer Zähler, stellt auf 0 sobald die Reserve anzeigt
  • Durchzug ziemlich Linear und auch bei unteren Drehzahlen kann schnell überholt werden
  • Drehmoment von unten bis oben
  • Gut ausbalanciert
  • Der kernige Sound ist schlicht der Hammer
  • Auch mit Gepäck schön zu fahren
  • Sitz ziemlich komfortabel (Erst nach etwa 400 Km etwas ungemütlich)
  • Alles am Bike ist gut verarbeitet..
  • Stauraum unter dem Hintersitz genau richtig für ein Werkzeugset

Don’t Likes

  • Die Tankanzeige ist ziemlich daneben: Effektiver Verbrauch: 24.8.19: bei 294 Km > 10.6 Liter Benzin vebraucht = 3.57 Liter/100 // 31.8.19: 304 Km mit 11.87 Liter Benzin = 3.9 Liter/100 // Weitere Info: beim blinken der Reserve hatte ich immer noch (und das jedes mal) mindestens noch 5,5 Liter im Tank !!
  • Tacho ist definitiv, nach langen fahrten und überprüffen mit GPS und Handy, zu ungenau: 50 effektiv = 55 Tacho // 60 effektiv = 66 Tacho etc. ab 100 km/h konnte ich aber nur noch 10 Km/h unterschied messen bis 140 Tacho.
  • Strassen- Vibrationen übermitteln zu direkt auf die Original Griffgummis
  • Der Windschutz bei höheren Geschwindigkeiten ist nicht sehr gut. Bei Regen habe ich nur wenig abbekommen ausser oben am Helm, Arme und Beine. Trotzdem ist es wegen den Turbulenzen (Windschutz zu knapp) SEHR Laut.. dafür werde ich eine Ergänzung bauen.. oder kaufen
  • Keine Befestigungsmöglichkeiten vorne seitlich von “Side Bags” ohne den Anbau eines starren und schweren Motorschutzbügels
  • Handguards nicht gut einstellbar und nicht sehr solide
  • Keine Helmbefestigung gefunden

Am Ende als FAZIT:

Alle don’t likes sind Behebbar mit wenig Aufwand.. daher bin ich weiterhin Top Zufrieden mit der neuen Ténéré und kann sie wirklich nur weiterempfehlen !

Alle Modifikationen die ich machen werde, werden hier auf der Website veröffentlicht und die Resulate (meiner Ansicht nach) publiziert ! Ich freue mich bereits darauf

Weitere Beiträge Yamaha Ténéré 700

Yamaha Ténéré Testday!

Heute war es so weit! Der Yamaha YT7 Test Tag.. und ich war dort

Yamaha Schweiz hat mich informiert das auf Grund der enormen Anfrage in Europa für die neue Ténéré es eine Verspätung in Sachen Auslieferung in der Schweiz gibt.. voraussichtlich mitte August.. nun ja, der Test Tag hat nun die Vorfreude nur noch vermehrfacht :o)

Ich durfte also heute die neue T700 probefahren, und das auch noch gleich 2 mal in verschiedenen Versionen. Danke an dieser Stelle an die Person die nicht aufgetaucht ist. Die erste YT7 die ich probefuhr war die Variante mit tiefem Sitz und tieferlegungs- Kit. Die zweite war die normale Version die ich auch so bestellt habe. Folgend die Eindrücke allgemein und am Ende die Unterschiede die ich feststellen konnte:

Impressionen:

Ich wusste das die neue Ténéré eine gute Maschine sein wird, der enorme Aufwand der Yamaha betrieben hat um es die beste Ténéré zu machen die es je gab, haben sie in meinen Augen klar erreicht. Eine Ténéré ist nicht nur ein Spass Mobil sondern auch ein Gefährt auf das man sich verlassen kann, Reist und wo man sich wohl fühlt.

Sie ist erstaunlich gut ausbalanciert, ausgewogen und fun.. Die Sitzposition ist so gut wie perfekt und wenn man auf der Maschine steht, for allem für’s Off-Roaden, wirklich Perfekt!! Sie wurde, wie Yamaha angekündigt hat, als Strassen Enduro gebaut.. und ehrlich gesagt, die ergonomie ist dermassen perfekt dass ich zum Teil auch auf der Strasse stehend gefahren bin, einfach weil beide positionen so natürlich waren..

Die neue Ténéré hat genau genug Power, nicht zu wenig, und nicht zu viel. Auch wenn 10-20 PS mehr vielleicht noch schöner gewesen wären, ist es wirklich sehr ausgewogen. Auf der Strasse ist sie keine Rennmaschine, hat aber doch genug um anständig Spass zu haben, Überholmanöver sind ohne Problem in kürzester Zeit machbar, und, im Gelände (Schotter) ist sie ganz leicht Hecklastig, was für etwas geübtere Fahrer wirklich Spass macht. Das Heck ist auf losem Untegrund sehr kontrollierbar und das Drehmoment von 68 Nm ist im Gelände definitiv genug. Der Motor hat aus den unteren Drehzahlen, bis ganz nach oben, eine sehr lineare Kurve.. sehr ausgewogen und schon fast so gut wie perfekt!

Die Verarbeitung ist etwas schwierig zu beurteilen, den die zum Test zur Verfügung gestellten Maschinen sind schon in vielen anderen Ländern gefahren worden, (meine hatte über 6000 km drauf) und sie wurden definitv nicht geschont.. die Maschinen wurden stark benutzt, von Anfängern bis zu Profis.. und das hat man Ihnen angesehen. (Siehe Bilder) Für das was sie bereits durchgemacht haben bin ich aber postiv erstaunt, nichts, kein Teil hat virbriert und nichts war lose.. Daher sage ich mal, sie ist sehr robust.

Diese Ténéré hat schon einiges gesehen..

Der Fakt das die Yamaha keine elektronische helferchen hat, ausser das ausschaltbare ABS, ist in meinen Augen eine gute Sache. In keinem Moment, auch auf Schotter, oder auf der Strasse, hatte ich das Gefühl das ich irgend eine Ünterstützung benötigt hätte. Auch bei den nur sehr kurzen Möglichkeiten mit Druck auf losem Untergrund zu fahren war die Maschine überaus Beherschbar und gab ein sehr gutes Feedback in jeder Lage. Es ist für mich auch ein gutes Zeichen im Sinne der Zuverlässigkeit.. je weniger an Board, je weniger geht kaputt.

Die Rally Pack Version war ebenfalls vor Ort zum fahren.. (leider hatte es kein Platz mehr für eine 3. Fahrt..)

Zu den Unterschieden der 2 Varianten:

Die Ténéré mit Kürzungskit und tiefem Sattel hat ein paar markante Unterschiede in Sachen Fahrverhalten, lustigerweise Benzinverbrauch und Ergonomie. Hier was mir aufgefallen ist mit meinen 1.70m..

Der Benzinverbrauch der normalen Maschine (Habe 2 angeschaut) waren im Bereich 4.7-4.9 L/100. Die gesenkte Version bei 4.1L/100. Es kann natürlich auch sein dass die Personen die sie gefahren haben etwas lockerer unterwegs waren, aber der Unterschied ist beachtlich. Auch wenn es vielleicht nur Zufall ist glaube ich schon das es einen kleinen Unterschied machen kann.

Das Fahrverhalten der gesenkten Maschine war auf der Strasse ein wenig stabiler und ruhiger. Ich empfand sie als mehr Strassenorientiert wie Off-Road lastig. Interessanterweise empfand ich das Fahrwerk weicher auf der Strasse wie die Original. Das Ansprechverhalten vom Vorderrad war klar gedämpft respektive indirekter. Auf Schotter war sie sehr fahrbar aber etwas träger. Die Rückmeldung kommt später, dafür etwas schneller (Grenzbereich). Meine Meinung, würde ich vor allem Touren fahren, würde ich wahrscheinlich diese Version kaufen.

Zuletzt was mich als “Klein gewachsener Mensch” etwas irritiert hat.

Die Sitzposition auf der niedrigen Version hat 2 Aspekte die ich unschön fand.

In Sitzposition steht der Motor auf der Fussbremsenseite etwas nach aussen. Dieser war mir im Weg um sitzend die Hinterbremse zu tätigen (mit Off-Road Stiefel). Es ist mir mehrfach passiert das ich diese nicht tätigen konnte. Dies war nicht der Fall im stehen auf der Schotter Strecke! In der Normalen Version ist mir dies nie passiert.

Der Schalter für die Anzeige im Display ist zu weit entfernt um diesen mit kleinen Daumen tätigen zu können ohne den Gasgriff loszulassen.. etwas mühsam.. aber das ist mekern auf hohem Niveau..

Fazit

Sie ist in meinen Augen die beste Ténéré.. die Presse und Profis haben nicht übetrieben, das Produkt wurde nicht “Hoch geschaukelt” wie viele mir schon gesagt haben, sondern hält in meinen Augen was versprochen wurde.

Sie ist robust nach was ich sehen konnte, sehr ausgewogen, spielerisch, zuverlässiger wie andere weil wenig schnik schnak, und ernst zu nehmen.. vor allem Off-Road.

Ich bin nach dem Test Tag noch glücklicher eine gekauft zu haben und zu den ersten zählen zu dürfen die die neue Yamaha Ténéré mein eigen nennen dürfen in der Schweiz.

Danke an die Firma Hostettler Yamaha Schweiz, dem Ténéré Club für den Test Day und fotopower.ch für die Erlaubis die Fotos zu publizieren!